Brandschutzbedarfsplanung / Feuerwehrbedarfsplanung / Werkfeuerwehrbedarfsplanung

Es werden je nach Bundesland verschiedene Begriffe verwendet:

  • Brandschutzbedarfsplan = u.a. NRW.
  • Feuerwehrbedarfsplan = allgemeiner Begriff, in verschiedenen Bundesländern in Verwendung.
  • Feuerwehrbedarfs- und Entwicklungsplan = Hessen.
  • Gefahrenabwehrbedarfsplan = Brandenburg.
  • Werkfeuerwehrbedarfsplanung = allgemeiner Begriff.

Die verschiedenen Begriffe verfolgen jedoch den gleichen Zweck:
Die Bedarfsplanung beschreibt den Bedarf an operativer Gefahrenabwehr, also den Bedarf an Einsatzkräften und Einsatzmitteln.

Ein Bedarfsplan ist ergebnisoffen, weil er analytisch den Bedarf ermitteln soll.
(Anmerkung: Steht eine Sparvorgabe im Raum, so ist ein Gutachten zur Umsetzbarkeit der Sparvorgabe zur erstellen.)

Im Bedarfsplan ist zu definieren:

  • Anzahl und Position der Feuerwehrhäuser bzw. Feuerwachen
  • Anzahl und Art der Fahrzeuge
  • Anzahl der Ausrückefunktionen der Freiwilligen Kräfte und ggf. der Hauptamtlichen Kräfte.

Für die Ermittlung des Bedarfs sind folgende Schritte erforderlich:

  • Gefahrenanalyse des Zuständigkeitsbereichs ("kalte Lage")
  • Einsatzdatenanalyse
  • Definition der Schutzziele bzw. Planungsziele und ggf. besonderer Szenarien; bei Werkfeuerwehren grundsätzlich Szenarien-basierte Planung
  • Verfügbarkeitsanalyse der Freiwilligen Kräfte und ggf. der Hauptamtlichen Kräfte
  • SOLL-Konzept
  • SOLL-IST-Vergleich
  • Ableitung von Maßnahmenlisten

Der Bedarfsplan sollte von den politischen Gremien beschlossen werden.
Beschließt der Gemeinderat ihn nicht, sondern „nimmt den Bedarfsplan zur Kenntnis“, ist er nicht an den Bedarfsplan gebunden.

Wir unterstützen Sie gerne bei der Erstellung Ihres Bedarfsplans.
Maßgeschneidert, individuell, mit langjähriger Erfahrung.

Für weitere Informationen stehen Ihnen zur Verfügung:

Werkfeuerwehren: Uwe-Wolf Lülf

Öffentliche Feuerwehren:
Deutschland Nord & West: Simon Zens
Deutschland Süd & Ost & A & CH: Robert Kroha